Bei REWE ist jetzt eine Drohne der Bringer

Bei REWE bringt jetzt eine Drohne Waren aus dem Markt in entlegene Ortsteile. © REWE

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Mit dem Pilotprojekt LieferMichel von REWE hält neueste Technologie jetzt auch im ländlichen Raum Einzug: Ab sofort können sich Kunden Lebensmittel aus einem REWE-Markt im hessischen Michelstadt via Wingcopter-Drohne nach Hause bestellen. Zunächst werden die Ortsteile Rehbach und Würzberg angeflogen. Die Fahrt zum Abflugsfeld in Michelstadt sowie die letzte Meile von den Landepunkten zu den Kunden übernehmen E-Lastenräder.

Mit den Drohnenlieferungen soll die Nahversorgung in der Region nachhaltig verbessert werden. In Rehbach und Würzberg haben in den vergangenen Jahren viele lokale Händler ihre Geschäfte geschlossen, sodass die Anwohner gezwungen sind, zum Einkaufen nach Michelstadt oder in andere Orte zu fahren – teils deutlich über zehn Kilometer pro Strecke. Insbesondere für kleinere Besorgungen bis vier Kilogramm können LieferMichel-Nutzer nun das Auto stehen lassen. Ein weiterer Vorteil: Der Flug mit den rein elektrischen Lieferdrohnen ist auch umweltschonender als die Fahrt per Pkw.

Testen von Innovationen

Mit rollenden Warenkörben – den REWE-Lieferbots – in Hamburg-Eimsbüttel oder der Möglichkeit zum autonomen Einkaufen in den REWE-Pick&Go-Märkten in Köln, Berlin und München testet REWE derzeit innovative Einkaufsmöglichkeiten in deutschen Großstädten. Dr. Robert Zores, Chief Digital Innovation Officer (CDIO) bei REWE digital, freut sich mit dem LieferMichel nun auf den Einsatz technologischer Innovationen über die Grenzen der Metropolregionen hinaus: „Wir beschäftigen uns im Bereich Research & Innovations schon seit Jahren mit dem Thema autonome Mobilität und haben stets ein Ziel vor Augen – unseren Kundinnen und Kunden neue Einkaufserlebnisse zu bieten und das Einkaufen bequem und einfach zu gestalten. Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel sind wir Pionier und Wegbereiter. Wir freuen uns, neben zahlreichen Projekten im urbanen Raum auch Angebote im ländlichen Raum zu testen und gemeinsam mit den Projektpartnern zu lernen und Technologie und Prozesse weiterzuentwickeln.” Das Förderprojekt läuft zunächst bis Ende 2023 und soll bei Erfolg fortgeführt werden.