CIMA wird 35 Jahre jung

CIMA
Die Geschäftsführung der CIMA Beratung und Management GmbH. © CIMA

Handel und Immobilien
Passion

Susanne Müller

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Im Jahr 2023 blickt die CIMA Beratung + Management GmbH (cima) auf 35 Jahre erfolgreiche Kommunalberatung zurück. Den Fokus legt das Unternehmen auf zukunftsgerechte und standortangepasste Lösungen.

Mit dem Wandel zu gehen, ist seit jeher ein treibender Leitgedanke der cima. Damit einher geht es, auf Markterfordernisse zu reagieren, neue Themen zu setzen und sich den stetig verändernden Anforderungen der Stadt- und Regionalentwicklung zu stellen. Obwohl Wachstum nie zu den vorrangigen Unternehmenszielen gehörte, kann die cima mittlerweile auf mehr als 100 Mitarbeitende, zehn Standorte und rund 5150 realisierte Projekte in ganz Deutschland und Österreich blicken.

Vom Modellprojekt zum Kompetenzzentrum

Seinerzeit als CIMA City-Management GmbH in Bayern gegründet, entwickelte sie sich von einem Modellprojekt zu dem bundesweit etablierten Kompetenzzentrum für Stadt- und Regionalentwicklung von heute und zu einem prosperierenden Unternehmen. Ein Blick in die Historie spiegelt das stetige Wachstum und die Innovation des Unternehmens wider. Bereits 1993 führten erfolgreiche Projekte in Bayern und Österreich zu verstärkter Nachfrage nach Beratung, sodass die CIMA Österreich GmbH gegründet wurde. 1994 rief die cima eine erste Erfa-Gruppe für Citymanage ins Leben und organisiert seitdem bundesweit Stadtmarketingkongresse. Aus der Erfa-Gruppe der cima entwickelte sich die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd), die 1996 gegründet wurde.

Dynamische Geschichte

Ende der 90er-Jahre wurden die Ansichten der cima zu den Themen Innenstadt, Grüne Wiese, City- und Stadtmarketing sowie zur Regionalentwicklung populärer. Die Nachfrage nach Beratungsleistungen nahm bundesweit stetig zu, und Umsetzungskompetenz war gefordert. Daraufhin folgten Standorte in Lübeck, Köln, Stuttgart, Forchheim, Hannover und Berlin. Mit weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern wurde 1998 das Institut für City- und Regionalmanagement (ICR) in Ingolstadt aufgebaut und bundesweit der erste Aufbaustudiengang für Citymanager konzipiert. Im Jahr 2009 wurde die cima eine Partnergesellschaft und ging mehrheitlich in die Hände ihrer leitenden Mitarbeiter über. Damit wurde die Unabhängigkeit der Firma sichergestellt. In Hannover etablierte sich 2012 das CIMA Institut für Regionalwirtschaft GmbH. Es bearbeitet Zukunftsthemen wie Demografie, Wohnungswirtschaft, Digitalisierung und Bildung.

Entstehung der „stadtimpulse“

Für ihr geleistetes Engagement erhielt die cima 2013 den urbanicom-Preis als Leuchtturm im Bereich der Stadtentwicklung. Zusammen mit einem Bündnis führender Fachverbände und Partner entstand 2021 der erste bundesweit zertifizierte Projektpool „stadtimpulse“ (https://unsere-stadtimpulse.de/). Die übersichtliche Sammlung gelungener Best-Practice-Projekte zu den Themen Innenstadt, Handel und städtisches Leben ist eine öffentlich zugängliche Plattform zum Praxistransfer. 2022 wurde die Geschäftsführung erweitert, sodass nun Christan Hörmann, Martin Kremming sowie Roland Wölfel die cima gemeinsam mit den Büroleitungen der einzelnen Niederlassungen leiten. Anfang 2023 wurde die Unit cima.immobilien gegründet. Zu den Geschäftsfeldern zählen heute neben Immobilien unter anderem Handel, Stadtplanung, Mobilität, Wirtschaftsförderung, die digitale Stadt und Marketing.

Die gestiegenen Anforderungen an die Beratung in den einzelnen Themengebieten sind in den vergangenen Jahren komplexer geworden. Berater brauchen Spezialwissen und eine tiefe Expertise. Innerhalb des Unternehmens gibt es zu jedem Thema meist mehrere Expertinnen und Experten, aus denen je nach Aufgabenstellung individuelle Projektteams zusammengestellt und Know-how gut transferiert werden kann. Auch die Vernetzung der Themen ist wichtiger denn je.

Innenstädte von morgen

Für Roland Wölfel, Lotse, Wegbereiter und Geschäftsführer seit Anbeginn, ist klar: „35 Jahre im Vergleich zu dem Alter mancher Städte sind natürlich Peanuts, dennoch konnten wir in den zurückliegenden Jahrzehnten einige prägende Zeitabschnitte in der Entwicklung der Innenstädte mitgestalten. Da waren die Diskussionen um die ersten Fußgängerzonen, die ersten Kaufhäuser, Einkaufs- und Fachmarktzentren und der Onlinehandel. Dann erlebten wir die weltweite Pandemie und erleben gegenwärtig noch immer den Krieg in Europa mit seinen Folgen für Menschen und für die Städte. Definitiv waren die Corona-Jahre nicht die der Städte. Jedoch gut, da sie schließlich dazu führten, dass nochmal verstärkt über die Zukunft der (Innen-)Städte und ihrer Bedeutung nachgedacht wurde. Obwohl der tiefgreifende Wandel unserer Innenstädte längst zuvor begonnen hatte – ausgelöst durch die fortschreitende Digitalisierung des gesamten gesellschaftlichen Lebens mit Auswirkungen auf unser Konsum-, Arbeits- und Freizeitverhalten. Aktuelle Forderungen nach einer nachhaltigen und klimaneutralen Stadtentwicklung fügen sich da nahtlos an wie viele weitere. Unsere Deutschlandstudie Innenstadt 2022 macht deutlich, welche Faktoren zukünftig auf die Attraktivität der Innenstädte einzahlen. Die Innenstadt rückt als Lebensort wieder verstärkt in den Fokus. Der Strukturwandel birgt jetzt die Chance, Stadträume im Sinne einer zukunftsgerechten Stadtentwicklung qualitativ, emotional und nutzungsorientiert aufzuwerten.“

Transformation und Klimaschutz

Das meint auch Geschäftsführer Christian Hörmann „Ja, wir erleben grundlegende Transformationen. Dabei sind Städte und Gemeinden die Orte, an denen sich die ökonomischen, ökologischen und sozialen Veränderungen manifestieren. Unsere Aufgabe als Beratungsunternehmen ist, die Veränderungsprozesse zu antizipieren, zu bewerten, zu übersetzen, zu moderieren und zu gestalten. cima wird die Partnerin für umsetzbare Lösungen sein und dabei die gesamte Stadtgesellschaft aktiv mitnehmen.“ Geschäftsführer Martin Kremming fügt zum Aspekt Klimawandel in der Stadtentwicklung hinzu: „Wir brauchen vernetzte Lösungen für Stadt und Raum. Zum Beispiel müssen wir mehr über Erreichbarkeit und kluge Mobilität reden anstatt über Autos und Parkplätze. Was wir brauchen, sind nachhaltige und integrierte Mobilitätskonzepte, finanzielle Mittel für zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen und den politischen Willen für einen Neuanfang. So komplex die Herausforderungen an eine nachhaltige Stadt- und Verkehrsentwicklung sind, so vielfältig sind auch die Lösungen. In der Beratungspraxis nehmen zukunftsfähige Mobilitätslösungen bereits in vielen, zum Teil sehr unterschiedlichen Projekten, einen breiten Raum ein. Außer Frage steht, die Mobilität der Zukunft wird nachhaltiger und vernetzter sein. Die Verkehrswende kann nur als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe gelingen.“

Schlüsselfaktor Immobilienentwicklung

„Ein wesentlicher Schlüssel für die Stadt- beziehungsweise Innenstadtentwicklung wird auch die Immobilienentwicklung sein“, sagt Christian Hörmann. „Das liegt daran, dass das Gros der Immobilien im Regelfall in privater Hand ist. Gerade in den Innenstädten ist es daher wesentlich, zusammen mit privaten Eigentümern zu agieren. Seit den multiplen Innenstadtkrisen der letzten drei Jahre kommen vermehrt Kommunen, aber auch private Eigentümer oder Institutionen mit immobilienwirtschaftlichen Fragestellungen auf uns zu. Die Bandbreite an Herausforderungen ist vielerorts in unterschiedlichen Größenordnungen und Lagefaktoren also riesig. Angefangen beim Sorgenkind Bestand mit Revitalisierungen und Umnutzungen über den Rück- und Umbau bestehender Gebäudestrukturen bis hin zu visionären Quartiersentwicklungen mit Neubebauungen. Insbesondere sehen wir auch in den Klein- und Mittelstädten, dass die Kommunalverwaltungen stärker und frühzeitig mit den Themen möglicher großflächiger Leerstände beschäftigen. Es bleibt, in der Kommunalentwicklung kommen wir regelmäßig nur weiter mit einer integrierten Betrachtungsweise. Als cima wollen wir Perspektiven aufzuzeigen.“

Stadt des Dialoges

Für Roland Wölfel steht fest: „Über Jahrzehnte haben die Innenstädte eine große Resilienz und Anpassungsfähigkeit bewiesen. Sie sind eben nicht Betriebstyp oder Assetklasse. Die Innenstadt ist Lebens-, Kommunikations-, Identifikations-, Innovations- und Wirtschaftsraum für alle Gesellschaftsgruppen. Ihre Attraktivität kann also nicht auf Zentralität, Miethöhen und Kaufkraft reduziert werden. Die Innenstadt überzeugt als Gesamtdestination. Noch immer erfüllt mich die Aufgabe wie am ersten Tag, sich für das Herz der Stadt einzusetzen und dafür zu brennen.“ Unsere Innenstädte sind es wert, dass sich Allianzen offensiv und mutig für sie stark machen und Impulse setzen. Die cima beabsichtigt, dies auch weiterhin zu tun. Unser gemeinschaftliches Expertenwissen und die Individualität der Einzelnen stehen dabei für Kompetenz, Klarheit und Sicherheit in einer immer komplexeren Welt. Dabei ist Innovation der Treiber in der cima und der ganzen Branche. Auch weiterhin werden wir unsere Netzwerke aktivieren und Kooperationen vorantreiben, um Impulse und bestmögliche Synergien in unserer Arbeit und für unsere Kundschaft zu erzielen.“ Und Martin Kremming bekräftigt: „Stets habe ich erlebt, dass die Wandelbarkeit der cima seit jeher zum Unternehmenskern gehört. Und das ist gut so! Auch zukünftig werde ich mich dafür einsetzen, dass das Agieren des Unternehmens stets mit unserem Anspruch, ‘smart, partizipativ, nachhaltig‘ zu handeln, übereinstimmt. Dies bezieht sich ebenso auf interne Prozesse wie auf Kundenbeziehungen und die Produktentwicklung. Unser Engagement gilt auch weiterhin der Zukunftsfähigkeit urbaner Zentren, ländlicher Räume und Regionen.“

Susanne Müller