Clevere Mall Analytics

MÜNSTER ARKADEN
MÜNSTER ARKADEN Exterior. © Frank Springer, Aachener Grundvermögen

Handel und Immobilien
Passion

Omar Tello

Zu fast jeder Innenstadt gehören sie dazu: Shopping Center. Deutschlandweit strömen täglich shopping- und kaufinteressierte Menschen in Malls, um neue Produkte auszuprobieren und zu erwerben. Doch auch die Kaufhäuser werden nicht von einem sinkenden Konsumklima, inflationsbedingten Preiserhöhungen und den vielen weiteren Veränderungen und Herausforderungen des Handels verschont.

Ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu zukunftsfähigen Shopping Centern ist der Einsatz kluger Digitalisierungstools, um mehr Wissen über die Frequentierung der Flächen zu erhalten. Mit Mall Analytics können Betreiber von Handelsimmobilien die Analysedaten nutzen, um die Center zu optimieren und zu neuer Blüte zu verhelfen.

Shopping Center vergleichbar mit Blackbox

Die meisten Shopping Center sind vergleichbar mit einer Blackbox, denn niemand weiß ganz sicher, was innerhalb des Centers wirklich passiert. Meistens findet man veraltete Personenzähler an den Ein- und Ausgängen, die oft ungenau registrieren, wie viele Personen das Center betreten. Doch wie verhalten sich die Personen innerhalb des Kaufhauses? Wie lange verweilen sie wo, welche Areale sind am stärksten und welche weniger frequentiert? Wie viele Personen besuchen nur einen, wie viele mehrere Stores? Smarte, datenschutzkonforme Mall Analytics liefert Antworten auf all diese Fragen. Auch können die verschiedenen Etagen verglichen und Korrelationen zwischen den Stores sowie die Wirkkraft der Anchor Stores ermittelt werden.

Veränderte Center brauchen andere Analytics

Die Notwendigkeit dieser Korrelationsanalysen zeigt sich auch durch die neue Mixed-Use-Strategie, die viele Shopping Center heute verfolgen. Immer mehr Nahversorger mieten sich in die Center ein, wodurch die Frequenz des gesamten Gebäudes erhöht wird. Doch nur weil die Frequenz des Nahversorgers hoch ist, muss dies nicht zwangsläufig für das ganze Shopping Center gelten. Der Erfolg klassischer Shopping-Center-Situationen – wie früher – war mit einfacher Personenzählung messbar – für die Multi-Nutzung in Gastronomie, Nahversorger, Entertainment und Non-Food-Handel reicht dies nicht mehr.

Transparenz und Kommunikation auf Augenhöhe

Die Frage der Fragen für Immobilienbesitzer, Center Management und Mieter der Stores lautet also: Was geschieht ganz konkret im Shopping Center? Die Beantwortung durch eine hochgenaue Analyse der Flächen mittels 3D-Sensorik ist Grundlage für strategische wie operative Entscheidungen. Die Datenbasis der Analyse dient in erster Linie einer erforderlichen Transparenz, die wiederum für eine Kommunikation auf Augenhöhe elementar ist. Hochgenaue Daten erlauben keine Spekulationen, sondern liefern objektive Fakten. Damit alle Verantwortlichen jederzeit Einblick in die Daten haben, bedarf es einer einheitlichen Plattform, auf der die Daten aufbereitet und leicht verständlich abrufbar sind. Nur dann steht einer optimierten Verwaltung und Steuerung des Kaufhauses nichts mehr im Wege. Denn am Ende des Tages dient jegliche Optimierung dem besseren Kundenerlebnis.

Fallbeispiel MÜNSTER ARKADEN

Die zentral am historischen Prinzipalmarkt in Münster gelegenen MÜNSTER ARKADEN sind ein gutes Beispiel für ein Kaufhaus, welches Mall Analytics nutzt, um das Center zu optimieren. Mittels 3D-Sensortechnologie von sensalytics ermitteln die Betreiber der Arkaden sowie das Center Management Korrelationen zwischen den verschiedenen Stores – die sogenannte „Store-pro Besucher”-Kennzahl -, klassifizieren Besuchende und können Abschöpfungsquoten genau berechnen. Auch die Planung und Messung von Marketing- und Werbemaßnahmen kann optimiert werden. Auf diese Weise werden die erhobenen Daten zum permanenten Begleiter aller Beteiligten, um die Arkaden fit für die Zukunft zu machen und den Besuchenden ein möglichst optimales Angebot zu bieten.

Omar Tello
CEO von sensalytics