Der Mensch im Fokus: Mit nachhaltigen und regionalen Konzepten auf sich wandelnde Kundenbedürfnisse reagieren

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Online-Redaktion
Den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel zu erkennen und anschaulich zu machen ist die Kernkompetenz des Zukunftsinstituts. Wie der Handel in der Innenstadt 2040 aussehen wird und welche Servicedimensionen für die kommenden Generationen relevant sein werden, machte Theresa Schleicher vom Zukunftsinstitut für die Branche erlebbar und eröffnete neue Perspektiven, wie auf Anforderungen des Zeitgeschehens, verschiedener Krisen und damit einhergehenden Disruptionen reagiert werden kann.
Die Expertin für Megatrends, neue Arbeitswelten und voranschreitende Digitalisierungen im Handel präsentierte, wie sich Kundenbedürfnisse, Werte und Handelsstrukturen bis 2040 entwickeln und gegenseitig bedingen. Bestimmender Faktor jeden Handels aber werden, weit vor Anforderungen an Mobilität und Delivery, die Umweltbedingungen sein, die vorgeben, in welchem Kontext – vor allem in Anbetracht der Erderwärmung – Innovationen sinnvoll sind, da jene maßgeblich beteiligt sind, dass sich die Bedürfnisse der Menschen ändern. Daher werden Ansätze, die CO2-Emissionen verhindern, dominieren: kurze Wege, lokale Produktionen, neue Sharing-Modelle ohne Vermittler à la Uber & Co werden Säulen der neuen nachhaltigen Stadtkonzepte sein, die eine Korrespondenz mit dem nahen Umland eingehen werden. Neue Infrastrukturen zu nahen Produktionsstätten – Stichwort »Rural Retail«, also ländlicher Einzelhandel – werden die Belebung des Landes vorantreiben und – ähnlich wie das Silicon Valley in Kalifornien – für Unternehmen attraktiv machen. Das Bedürfnis nach Entschleunigung der neuen, resilienten Generationen und vor allem gute Möglichkeiten, New-Work-Ansätze auf dem Land zu realisieren, sorgen für eine »Revolution«: neue Services und Venues entstehen auf dem Land, die dank ihrer Strahlkraft wieder neue Zielgruppen ansprechen und Wachstum generieren. Das Thema Service-City beleuchtet Theresa Schleicher auch anhand neuer Formen des stationären Handels, die Antwort geben auf das Bedürfnis Nummer eins der Konsumenten: nicht mehr an der Kasse anzustehen und Lebenszeit in der Warteschlange zu verbringen. Self-Checkouts à la »Scan and Go«, Einkaufen ohne Personal oder mithilfe von Data Driven Services transparente Produktdaten zu liefern, basieren auf dem Verständnis der zukünftigen Lebensstile. Europäische Vorbilder für die Stadt der kurzen Wege, die damit für Nachhaltigkeit stehen, liefern Paris, Barcelona und Kopenhagen, während weltweit Amsterdam, Helsinki und Seoul mit ihren optimierten und digitalisierten Einkaufsstraßen punkten. Gewonnene Zeit und Ressourcen, die aus den neuen Strukturen resultieren, bleiben für das Wesentliche: Energie für Zwischenmenschliches und für neue nachhaltige Projekte.