Die Zukunft liegt in der eigenen DNA – Lernen vom ersten Shopping Center der Welt

Thomas Sevcik auf der DSPC 2022
Thomas Sevcik auf der DSPC 2022 © EDI

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Online-Redaktion

Thomas Sevcik, CEO und Mitgründer des Strategie-Thinktanks Arthesia mit Büros in Hong Kong, Zürich und Los Angeles berät weltweit Unternehmen, Städte und Regionen bei Neupositionierungen oder Avantgarde-Projekten. Er gilt als einer der Masterminds des Projektes »Autostadt« in Wolfsburg, entwickelte Idee, Strategie und Inhalt des Airport City-Großprojektes »The Circle« am Flughafen Zürich und das Konzept für den »LabCampus« Flughafen München.

Mit seiner Betrachtung des ersten Shopping Centers der Welt, der Southdale Mall des österreichischen Stadtplaner und Architekten Victor Gruen (1903 – 1980), die 1956 in Edina, Minnesota eröffnete, liefert Sevcik auf der Deutschen Shopping Places Conference ein Paradebeispiel dafür, wie man Retail neu definieren kann, indem man die zugrunde liegende DNA von Urbanität entschlüsselt. Dass der Faktor Urbanität, der über den Handelserfolg entscheidet, auch künstlich hergestellt werden kann und damit eine Perspektivverschiebung des Bau- und Planungswesens in die »Zwischenstadt« erfolgen muss, zeigt die historische Analyse des Southdale‘s, das bereits in den 1950er Jahren mit Theater und Bürgerbüros geplant wurde. Nach Sevcik liegt das »Potenzial am Rand«, die Zukunft nicht in der Kernstadt, da die lokale zwei Drittel Mehrheit nicht in den fälschlicherweise viel debattierten Kiezstädten lebt, sondern außerhalb in den Ballungsräumen, Außenquartieren oder Vorortringen, kurz: in der »Zwischenstadt«. Wichtige Infrastrukturen wie Flughäfen, Häfen, große Büro- und Logistikzonen sind Teil von ihr, um die herum neues urbanes Leben entsteht – wie bereits in Zürich, London und Paris.