EHI-Initiative um die Zukunft der Arbeitswelt Retail

Wie sieht die Handelswelt in der Zukunft aus? Die Initiative „Future of Work in Retail“ geht an den Start. © Pixabay / Borko Manigoda

Aktuelles

Neue Geschäftsmodelle, technologische und wirtschaftliche Entwicklungen sowie der Fachkräftemangel sind nur einige Einflussfaktoren, die die Arbeitswelt des stationären Einzelhandels massiv beeinflussen. Hinzu kommen die Nachwirkungen der Coronakrise und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Diese Gemengelage hat das EHI veranlasst, mit Händlern und Partnern die Initiative „Future of Work in Retail“ zu gründen.

Aktuell herrscht starker Fachkräftemangel. Aber werden wir in Zukunft überhaupt noch so viele Menschen brauchen, die im stationären Handel arbeiten? Längst gibt es vollautomatisierte Shops, die rund um die Uhr geöffnet haben und ohne Verkaufskraft auskommen. Auch der Online-Handel wird immer stärker und serviceorientierter. Wird der Beruf Verkäufer aussterben? Was wird stattdessen benötigt: IT-Spezialisten und E-Commerce-Kaufleute? Oder wird der persönliche Kontakt mit Menschen zum relevanten Wettbewerbsfaktor? Wie werden künstliche Intelligenz, automatisierte Prozesse oder andere Technologien die Personalarbeit zukünftig unterstützen? Das sind einige der Fragen, die im Rahmen der Initiative geklärt werden sollen.

Frühzeitig Resilienz entwickeln

Die Initiative ist auf mehrere Jahre angelegt und startet nun mit einem Szenario-Projekt. Gemeinsam mit dem Methoden-Partner ScMI (Szenario Management International AG) entwickelt die Initiative systematisch verschiedene mögliche Zukunftsszenarien, mit deren Hilfe es möglich sein wird, frühzeitig zu agieren und die benötigte Resilienz zu entwickeln. Getragen wird der Szenario-Prozess von einem Team von 15 HR-Verantwortlichen aus namhaften Handelsunternehmen und sechs Partnerunternehmen, das sich zu mehreren Workshops trifft. Die Ergebnisse der Workshops werden von einem kleineren Kernteam vor- und nachbereitet. Die Zukunftsszenarien werden in einer umfangreichen Studie zusammengefasst und stehen voraussichtlich ab Oktober 2023 allen Interessierten zur Verfügung.