Eigenheim mit Öko-Schuss

Handel und Immobilien
Handel
Redaktion
Wie möchten junge Menschen zukünftig wohnen? Eine aktuelle Studie des Regionalportals meinestadt.de zeigt: Die Mehrheit der bis 30-Jährigen wünscht sich, mit der eigenen Familie im Eigenheim zu leben. Dabei sind die Vorstellungen der Wunschimmobilie eher konservativ, bescheiden und berücksichtigen ökologische Aspekte. Die Riesenvilla oder der eigene Pool sind Träume einer Minderheit
Im Januar 2022 wurden in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut respondi 3.000 Personen zwischen 18 und 31 Jahren befragt. Das Ergebnis: 77,9 Prozent der Befragten ziehen den Kauf einer Wohnung oder eines Hauses dem Wohnen zur Miete vor. Gründe für den Immobilienerwerb sind Altersvorsorge (67,7 Prozent), individuelle Gestaltungsfreiheit (60,6 Prozent) und der Wegfall der Mietzahlungen (60,3 Prozent). Das Wohnen in der eigenen Immobilie verbinden die meisten Befragten mit Wohlstand (90,9 Prozent), Sorglosigkeit (76,8 Prozent) und Coolness (73,3 Prozent). Aber es gibt auch Gründe gegen das Eigenheim: 39,6 Prozent möchten flexibel bleiben, 37,8 Prozent gehen davon aus, sich keine eigene Immobilie leisten zu können und 15,3 Prozent möchten keinen Kredit aufnehmen.
Konsumverzicht und Zweitjob: Obwohl mehr als drei Viertel der Befragten eine Immobilie kaufen möchten, sparen nur 38 Prozent bisher regelmäßig dafür. Um sich die Wunschimmobilie leisten zu können, nehmen viele junge Leute in anderen Lebensbereichen Abstriche hin: 88,2 Prozent würden auf materiellen Konsum verzichten, 72,8 Prozent auf kostenpflichtige Hobbys und 66,3 Prozent mehr Stunden arbeiten. 38,9 Prozent gehen sogar so weit, für den Traum vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung einen Zweitjob anzunehmen.
Konservatives Familienbild: In welcher Lebensgemeinschaft möchten die Jungen künftig leben? Hier zeigt sich die Ehe oder eheähnliche Gemeinschaft mit Kindern mit 62,0 Prozent nach wie vor als Favorit der Mehrheit. Aber andere Lebensformen wie das Wohnen in einer Beziehung ohne Kinder (20,2 Prozent) oder das Solo-Wohnen (11,5 Prozent) zieht die jüngere Generation zukünftig in Erwägung. Der Wunsch allein zu wohnen, ist bei Großstädtern (13,9 Prozent) verbreiteter als bei ländlich Wohnenden (7,1 Prozent).
Ökologisches Wohnen: Aspekte ökologischen Wohnens finden in der jungen Generation mehrheitlich Anklang. So ist etwa 77,5 Prozent der Befragten die eigene Stromerzeugung durch Solarzellen auf dem Dach wichtig, 64,7 Prozent umweltfreundliche Baumaterialien. Der Besitz eines E-Autos oder die dafür benötigte Auflademöglichkeit vor der Tür kommt in den Gedanken der Jüngeren bisher jedoch nicht wirklich vor. Fragt man sie nach den Top-Ausstattungsmerkmalen der künftigen Immobilie, spielt die Auflademöglichkeit für das E-Auto bei nur 11,5 Prozent eine Rolle und nimmt damit in etwa den gleichen Stellenwert ein, wie der Wunsch nach einem eigenen Swimmingpool (9,8 Prozent). Bei den Ausstattungswünschen liegen dagegen der Garten (71,8 Prozent), das Badezimmer mit Fenster (70,2 Prozent), die Badewanne (49,2 Prozent) oder die Fußbodenheizung (44,8 Prozent) vorn.
Wunschhaus: mehrstöckiger Neubau am Meer: Präsentiert man den Befragten Gegensatzpaare zur Auswahl wie »ländlich/städtisch«, »Garten/Mehr Wohnfläche« oder »Meer/Berge«, so entsteht das ideale Wohnbild der jungen Generation: ein Eigenheim in Form eines mehrstöckigen Neubaus mit Garten in ländlicher Lage am Meer.
Ein Beitrag der Redaktion