Guter Einstand fürs Westfield Hamburg-Überseequartier

Handel und Immobilien
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Susanne Müller
Heutzutage sind Eröffnungen neuer großer Shopping-Destinationen eine Rarität. Umso mehr Aufmerksamkeit zog das Opening des Westfield Hamburg-Überseequartiers im April auf sich. Und gleich im Eröffnungsmonat verzeichnete das Quartier rund eine Million Besucher. Seitdem ist einige Zeit ins Land gegangen: eine erste Bilanz.
Das Projekt war von langer Hand geplant und brachte etliche Herausforderungen mit sich. Nach insgesamt 25-jähriger Vorbereitungsphase und acht Jahren Bauzeit gelangte das gigantische Einkaufs- und Erlebniszentrum zur Vollendung. Mit einer Investitionssumme von 2,45 Milliarden Euro – etwa doppelt so viel wie ursprünglich veranschlagt – bietet das Westfield Hamburg-Überseequartier auf einer Fläche von 100.000 Quadratmetern Platz für zahlreiche namhafte Marken und innovative Konzepte. Das Areal für das gesamte Mixed-use-Quartier ist in etwa so groß wie zehn Fußballfelder. 170 Anbieter von Einzelhandel, Gastronomie und Unterhaltung laden zum Flanieren, Genießen und Shoppen ein. Zu den Hauptmietern zählen das Modehaus Breuninger mit einem riesigen Flagship-Store über drei Etagen, ein Lego Discovery Centre und eine der größten Zara-Filialen in Deutschland. Über die Hälfte der im Quartier ansässigen Marken und Konzepte ist bisher nicht in der Hamburger Innenstadt vertreten und ein Drittel überhaupt noch nicht in Hamburg.
Kultureller Hotspot
Ein kulturelles Highlight ist der Port des Lumières, ein immersives Ausstellungszentrum für digitale Kunst. Bemerkenswert auch das Kinopolis – das größte seiner Art in Hamburg und Deutschlands bisher einziger Dolby-Filmpalast – mehr dazu an anderer Stelle in diesem Magazin. Ergänzt wird das Angebot durch Wohnungen, Büros, drei Hotels und das Kreuzfahrtterminal. Das Quartier ist mit einer eigenen U-Bahn-Station, Buslinien und vielfältigen Mobilitätsangeboten optimal in die lokale Infrastruktur eingebunden. Mit direkter Lage an der Elbe und einer Uferpromenade etabliert das Westfield Hamburg-Überseequartier eine neue Form des Wohnens, Arbeitens und Erholens direkt am Wasser.
Meilenstein für Hamburg
Jean-Marie Tritant, CEO bei Unibail-Rodamco-Westfield (URW), bedankte sich bei der Stadt Hamburg und allen Partnern für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts: „Dieser wichtige Meilenstein bringt eine neue Destination in die Stadt Hamburg, die eine attraktive Auswahl an Shops, Restaurants und Entertainmentangeboten in einer architektonisch einzigartigen Umgebung im Herzen der Stadt, direkt am Elbufer, bietet.“ Er gedachte im Zuge der Eröffnung auch der fünf Arbeiter, die 2023 bei einem tragischen Unfall auf der Baustelle ums Leben gekommen waren.
Symbol der Stadtentwicklung
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher betonte die Bedeutung des Überseequartiers als modernes Symbol der Stadtentwicklung und als Ergänzung zur bestehenden Innenstadt: „Direkt am Wasser, zwischen dem Hafen und dem historischen Zentrum ist mit der HafenCity in den letzten 25 Jahren ein Stadtteil entstanden, der das Selbstverständnis Hamburgs zum Ausdruck bringt: modern und traditionsbewusst zugleich, im Herzen der Stadt auf historischen Hafenflächen gegründet, mit Blick in die Welt.“
Viele positive Rückmeldungen
Theda Juliane Mustroph, General Manager Westfield Hamburg-Überseequartier, hat mittlerweile Erfahrungen gesammelt. „Die Eröffnung und die ersten rund zwei Monate nach dem Opening waren ein großer Erfolg“, sagt sie. „Die vielen positiven Rückmeldungen unserer Gäste und Mietpartner sind ein ausgezeichneter Beleg dafür, ebenso wie die hohe Besucherfrequenz. Viele Erwartungen wurden sogar übertroffen. Nun stehen die nächsten Schritte in der Quartiers- und Projektentwicklung an, die wir gemeinsam mit unseren Partnern vorantreiben. Umso mehr freuen wir uns über den gelungenen Auftakt und darüber, diesen lebendigen Ort nun mit Hamburg und der lokalen Community teilen zu können. Mit diesem erfolgreichen Start verbinden wir auch einen besonderen Dank gegenüber unseren Partnern – unseren Mietpartnern aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie, Unterhaltung und Kultur sowie den weiteren Beteiligten im Quartier, in der Projektentwicklung und bei der Stadt Hamburg. Dieser Erfolg ist das Ergebnis starker Partnerschaften, und wir freuen uns darauf, diese Geschichte gemeinsam fortzuschreiben.“
Susanne Müller