In Ostwestfalen-Lippe noch keine Ladenschließungswelle

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In Ostwestfalen-Lippe sind die Zahl der Einzelhandelsbetriebe ab 500 Quadratmetern sowie die Verkaufsfläche leicht gestiegen. Eine Schließungswelle ist laut dem Handelsreport Ostwestfalen-Lippe 2022/23 bislang ausgeblieben.
Zum dritten Mal seit 2014 wurde gemeinsam vom Handelsverband und den beiden Industrie- und Handelskammern Ostwestfalen (Bielefeld) und Lippe (Detmold) der Report für die dynamische Region zwischen Hannover und der Metropole Ruhr veröffentlicht. Erarbeitet von der BBE Handelsberatung, werden Daten zur Verkaufsflächenentwicklung und zur Veränderung der Angebotsstrukturen in den vergangenen Jahren dargestellt. Jörg Lehnerdt, Leiter der BBE-Niederlassung Köln: „Trotz Corona-Pandemie und Online-Boom ist der Handel in OWL weiter gewachsen. Besonders profitiert haben auch hier der Lebensmitteleinzelhandel und Nonfood-Discounter.“ Im Baumarktsegment gab's noch Neueröffnungen, während es beim in der Region traditionell starken Möbelsegment zu vereinzelten Betriebsaufgaben kam.
Galeria-Rückzug trifft Oberzentren
Die Zahl der stationären Einzelhandelsbetriebe mit einer Verkaufsfläche ab 500 Quadratmetern hat sich laut Handelsreport von 1509 im Jahr 2017 auf 1558 im Jahr 2022 erhöht. Im gleichen Zeitraum stieg die Verkaufsfläche von rund 2,61 Millionen Quadratmetern auf etwa 2,65 Millionen Quadratmeter an. Lehnerdt: „Bisher war eine Corona-bedingte Schließungswelle in den Innenstädten zumindest unter den größeren Betrieben aber ausgeblieben. Mit dem zuletzt angekündigten Rückzug von Galeria in Paderborn und Bielefeld trifft es nun jedoch auch die beiden Oberzentren der Region.“