Komplexe Sicherheitspolitik

Hawlitschka und Zink
Björn Hawlitschka, Manager Security Consultant, MACONIA GmbH und Dr. Wolfgang Zink, Partner, Public Sector Consulting, PricewaterhouseCoopers GmbH

Interview
Solutions

Susanne Müller

Ein Blick in die vielschichtige Welt der Sicherheitsindustrie: Auf dem diesjährigen Kongress des Verbands für Sicherheitstechnik in Leipzig sorgten Björn Hawlitschka, Manager bei MACONIA GmbH, und Dr. Wolfgang Zink, Partner bei PricewaterhouseCoopers GmbH, mit einem aufrüttelnden Vortrag für Aufsehen. Ihr Thema? „Geopolitische Spannungen und ihre Auswirkungen auf die Sicherheit und das Sicherheitsempfinden in Deutschland‘‘.

Kaum hatte der Vortrag begonnen, blitzten die Handys der Zuhörernden auf, um die brisanten Darstellungen und Thesen für die Nachwelt festzuhalten. Wir konnten Hawlitschka und Dr. Zink für ein exklusives Doppelinterview gewinnen.

Herr Hawlitschka, Sie beschäftigten sich mit Analysen geopolitischer Schwerpunkte. Ist es richtig, dass sich die sicherheitspolitische Unübersichtlichkeit immer weiter verschärft und wir mit gar keiner Stabilität mehr rechnen können? Wollen Sie uns die Lage mal erläutern?

Björn Hawlitschka: Sehr gerne! Die sicherheitspolitische Lage hat sich in den letzten Jahren durch geopolitische Spannungen, hybride Bedrohungen und technologische Entwicklungen erheblich verkompliziert. Konflikte wie in der Ukraine, wachsende Rivalitäten zwischen Großmächten und die Proliferation von Cyber- und Desinformationskampagnen tragen zu einer zunehmenden Unübersichtlichkeit bei. Stabilität ist nicht gänzlich ausgeschlossen, doch sie erfordert verstärkte multilaterale Kooperation, robuste Krisenfrühwarnsysteme und adaptive Sicherheitsstrategien. Ohne diese Maßnahmen droht eine weitere Destabilisierung, was die Wahrscheinlichkeit für verlässliche Vorhersagen und langfristige Planung erschwert.

Aber wir sollten auch reflektieren, dass die mit der Frage implizierte Erwartung nach Stabilität Ausdruck eines westeuropäischen Verständnisses ist. Uns war vergönnt, die letzten Dekaden nach dem Fall des Ostblocks als eine Phase der Stabilität im Triumph westlicher Liberalität zu erleben. Andere Staaten, speziell in Osteuropa, standen in Zeiten des Umbruchs, ohne wirklich aufholen zu können. Zudem schallt uns heute täglich aus Washington „Disruption!“ entgegen – nicht nur von Donald Trump, sondern auch von seinem Vize J.D. Vance. Hieraus ergibt sich die eigentliche Notwendigkeit für die oft eingeforderte Fähigkeit der Resilienz an unsere Gesellschaft. Nun müssen auch wir das Leben im Umbruch lernen bei gleichzeitigem Streben nach einer global tragfähigen Stabilität. Denn das ist unser verpflichtendes europäisches Erbe aus zwei Weltkriegen.


Herr Dr. Zink, PwC berät öffentliche Akteure der Sicherheitspolitik. Was ist Ihrer Meinung nach von der neuen Bundesregierung zu erwarten?

Dr. Wolfgang Zink: Meine Erwartungen sind groß – die neue Bundesregierung steht vor der Aufgabe, Sicherheitspolitik in einem zunehmend komplexen geopolitischen Umfeld zu gestalten. Dabei werden insbesondere Cyber-Sicherheit und der Schutz vor hybriden Bedrohungen an Bedeutung gewinnen. Unsere jüngste Umfrage aus diesem Jahr zeigt: 56,7 Prozent der Menschen wünschen sich einen besseren Schutz kritischer Infrastrukturen, 31,3 Prozent erwarten entschlossenere Reaktionen auf Cyberangriffe.

Ein weiterer zentraler Handlungsbereich ist der verantwortungsvolle Umgang mit KI und der rasant fortschreitenden Drohnentechnologie. Drohnen bieten enorme Potenziale, stellen zugleich aber auch ein wachsendes Sicherheitsrisiko dar. Hier braucht es klare gesetzliche Rahmenbedingungen sowie kluges Management – angesichts der Asymmetrie von Wirkmitteln und Abwehrmaßnahmen sowie der hohen Dynamik im Markt ist das Risiko groß, aufs (teure) falsche Pferd zu setzen und doch keinen ausreichenden Schutz zu erreichen. Wir können nicht eindringlich genug darauf hinweisen, ein besonderes Augenmerk darauf zu werfen, zu geordneten Einkaufsprozessen und klugen Vertragsmodellen mit den Anbietern von Schutzlösungen zu gelangen. Wir sind auch gespannt auf die Neufassung und Wiedereinbringung eines KRITIS-Dachgesetztes in Umsetzung der CER-Vorgaben der EU. Im – nicht verabschiedeten – Entwurf der Ampel werden Betreiber kritischer Infrastrukturen in die Pflicht genommen, für einen hinreichenden Schutz ihrer Liegenschaften zu sorgen.

Auch die personelle und technische Ausstattung der Sicherheitsbehörden steht im Fokus: 54,4 Prozent der Befragten fordern eine bessere Ausrüstung der Polizei. Zudem erwarten wir eine stärkere Integration innovativer Technologien – insbesondere Künstlicher Intelligenz – in sicherheitspolitische Strategien. Ein zentrales Element wird aber auch schlicht die verstärkte Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen und privaten Sicherheitsakteuren sein.

PwC als Unternehmen ist also bereits sehr aktiv bei der Begleitung des öffentlichen Sektors – Herr Hawlitschka, wie beurteilen Sie die Awareness bei anderen Unternehmen angesichts der geopolitischen Lage? Sind sie ausreichend über Entwicklungen und Risiken informiert?

Björn Hawlitschka: Teils, teils. Awareness lässt sich als Wahrnehmung und als Bewusstsein übersetzen. Hinsichtlich der Wahrnehmung lässt sich schon sagen, dass die Unternehmen die geopolitischen Entwicklungen registrieren. Sie suchen nach tiefer gehenden Informationen, um besser vorbereitet zu sein. Ich betreue seit über zehn Jahren das Wirtschaftssicherheitsnetzwerk „Schaltkreis“ und gebe wöchentliche Lagebriefings heraus – ohne den Bedarf an Informationen und Austausch in den von mir betreuten Unternehmen würde es das Format nicht geben.

Haben wir aber ausreichendes Bewusstsein, also die andere Seite der Awareness, in den Unternehmen, um zu wissen, was jetzt zu tun ist? Bei den von der MACONIA betreuten  Ansprechpartnern in den Firmen, aber auch Behörden, den Sicherheitsbeauftragten, kann ich das durchaus sagen. Doch wie sieht es in den Chefetagen aus? Denn wenn Bewusstsein bedeutet, dass Handeln Mehrausgaben bedeutet, um Veränderungen herbeizuführen, dann schaut es doch eher mau aus. Nehmen wir das Beispiel China und Taiwan. Allen dürfte bewusst sein, dass ein eskalierender Konflikt zu einem Geschäftsabbruch führen kann. Doch da keiner die „Party“ im Reich der Mitte zu früh verlassen möchte, dürfte sich der Ablauf ähnlich gut vorbereitet gestalten wie 2022 in Russland nach dem Überfall auf die Ukraine.

„Die Party im Reich der Mitte‘‘; Herr Dr. Zink, Stichwort Party – wie sehen Sie die Stimmungslage in der Bevölkerung? Ihr Unternehmen führt ja auch regelmäßig Umfragen durch, und von Partystimmung sprechen wir wahrscheinlich aktuell nicht …

Dr. Wolfgang Zink: Definitiv nicht. Zwar entwickelt sich der DAX in diesem Jahr bisher bemerkenswert erfreulich, aber nach allen Erkenntnissen der Wirtschaftsinstitute und auch unserer Umfragen ergibt sich ein stark eingetrübtes Bild mit viel Verunsicherung. Einerseits wächst das Bewusstsein für sicherheitspolitische Herausforderungen – insbesondere im Kontext aktueller geopolitischer Spannungen und technologischer Entwicklungen wie Cyber-Bedrohungen oder Drohnensicherheit. Andererseits zeigen die Ergebnisse auch eine spürbare Skepsis gegenüber der Wirksamkeit staatlicher Schutzmaßnahmen. Ich sage das in aller Deutlichkeit: Diese Stimmungslage ist Teil des russischen Playbooks. Trotz unserer Stärke sollen wir an uns zweifeln und uns durch Verzettelung lähmen. In Zahlen: 45,8 Prozent der von uns Befragten geben an, dass sie die deutschen Sicherheitsbehörden für nicht ausreichend effektiv im Umgang mit Destabilisierungsversuchen – etwa Sabotage, gezielte Angriffe, Cyberattacken oder Desinformationskampagnen – halten. Auch beim generellen Vertrauen in die Krisenfestigkeit des Landes zeigt sich Zurückhaltung: 38,8 Prozent bewerteten ihr Vertrauen als eher gering, 19,9 Prozent sogar als sehr gering oder nicht vorhanden – bezogen auf Szenarien wie Terroranschläge, Gewalt gegen öffentliche Einrichtungen, Naturkatastrophen oder Pandemien. Diese Zahlen unterstreichen, wie zentral Vertrauen und Transparenz für das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung sind. PwC sieht es als wichtigen Bestandteil der sicherheitspolitischen Beratung, diese Stimmungslagen ernst zu nehmen und in die Entwicklung moderner Sicherheitskonzepte einzubeziehen.

Ein entscheidender Aspekt dabei ist die Kommunikation von Erfolgen: Wenn Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen können, wie viele potenzielle Bedrohungen – etwa Cyber- oder Drohnenangriffe – bereits erfolgreich abgewehrt wurden, stärkt das das Vertrauen in die staatliche Handlungsfähigkeit. Jetzt gilt es, diese Effektivität weiter auszubauen – und gleichzeitig sichtbarer zu machen.

Stichwort ,,Sichtbarkeit‘‘ – Herr Hawlitschka, sollten Unternehmen von öffentlicher Seite stärker informiert und unterstützt werden? Was könnten Sie sich vorstellen?

Björn Hawlitschka: Es kann vermeldet werden, dass wir zumindest hier nicht völlig blank sind. Es gibt gute Dialogformate, in denen Behörden und Wirtschaft und auch die Politik zusammenkommen. Denken wir an die Global-Player-Runde des BKA, die Veranstaltungsformate des Zukunftsforums für Öffentliche Sicherheit oder der Bundesakademie für Sicherheitspolitik als Beispiele. Der gegenseitige Informationsaustausch findet statt. Bringt der uns aber weiter? Politik und Wirtschaft müssen doch viel dringender festlegen, welcher Kurs eingeschlagen werden und wie die Umsetzung erfolgen soll. 

Beispiel Pharmaindustrie: Wir haben alle in der Pandemie gelernt, dass die Auslagerung von Produktionsstandorten aufgrund billiger Lohnkosten mit dem Risiko von Lieferengpässen einher geht. Das gefährdet die Gesundheitsversorgung unserer Bevölkerung, was die Politik nicht kalt lassen kann. Andererseits liegen aktuell viele Hoffnungen auf der KI, dass sie nicht nur neue Medikamente rascher erforschen, sondern auch produzieren kann. Hier haben wir als Deutsche und Europäer bislang nicht nur den Zug verpasst, wir haben noch nicht mal den Bahnhof gefunden. Wenn die Politik eine Rückverlagerung von Produktionsstandorten als notwendig erachtet, muss sie die Anreize setzen, wie die Wirtschaft es in Anbetracht knapper Ressourcen umsetzen kann und wie wir dabei auch noch im globalen Wettlauf aufholen können. Know-How als Information ist dank Internet und KI permanent verfügbar und hat damit an Wert verloren. Know-How in Form einsatzfähiger und robuster Technologie ist gefragt.

Robuste Technologien kosten Geld. Herr Dr. Zink: Sind die angekündigten Mittel für Verteidigung und Infrastruktur nicht auch eine Chance? Wie können deutsche Unternehmen davon profitieren?

Dr. Wolfgang Zink: Absolut – die angekündigten Mittel für Verteidigung und Infrastruktur sind nicht nur notwendig, sie eröffnen auch bedeutende Chancen. Für deutsche Unternehmen entstehen vielfältige Möglichkeiten, sich mit innovativen Lösungen aktiv einzubringen. Investitionen in Sicherheit und Resilienz wirken wie ein wirtschaftlicher Impulsgeber: Sie schaffen Spielraum für technologische Entwicklung, neue Partnerschaften und zukunftsorientierte Geschäftsmodelle.

Gerade im Verteidigungsbereich können Unternehmen mit Know-how in Bereichen wie Drohnentechnologie, Cybersicherheit oder Datenanalyse von steigender Nachfrage profitieren. Gleichzeitig entstehen im zivilen Infrastruktursektor Chancen für Unternehmen, die kritische Bereiche wie Energie, Verkehr oder Kommunikation sicherer und effizienter gestalten können. Wichtig ist dabei, dass Unternehmen nicht nur auf kurzfristige Aufträge setzen, sondern strategisch mitdenken – zum Beispiel in der Forschung, bei Lieferketten oder im Personalaufbau. PwC unterstützt hier gezielt: mit Beratung zu regulatorischen Rahmenbedingungen, zur Finanzierung und zum Risiko- und Transformationsmanagement. So können wir gemeinsam dazu beitragen, Deutschlands Sicherheitsarchitektur zukunftsfähig aufzustellen.

Deutschlands Sicherheitsarchitektur zukunftsfähig aufzustellen, bedeutet, dass wir in der Zukunft einen Angriff unter anderem von Russland erwarten – Herr Hawlitschka, für wie wahrscheinlich halten Sie die Hypothese aus Carlo Masalas neuestem Buch „Wenn Russland gewinnt“ eines russischen Angriffs auf NATO-Gebiet?

Björn Hawlitschka: Carlo Masala betont selbst, dass es ihm nicht darum geht, die Zukunft vorauszusagen. Die Frage, ist das von ihm entworfene Szenario wahrscheinlich, muss leider mit ja beantwortet werden. Wenn die Zeiten nicht so ernst wären, ließe sich mit Professor Dr. Masala um eine Pizza Hawaii wetten, dass Russland nicht gewinnt. Ich bin sicher, dass Carlo Masala inzwischen lieber die Pizza Hawaii essen würde, könnte er damit das von ihm beschriebene Szenario abwenden. Was den Ernst der Lage für einen scharfsinnigen Analytiker mit italienischen Wurzeln verdeutlicht.

Besondere Plausibilität hat das Buch, weil hier kein apokalyptisches Pferd geritten wird, sondern der Knackpunkt der NATO-Bündnisfähigkeit im Vordergrund steht. Natürlich stünde das transatlantische Bündnis zusammen, wenn russische Großverbände in breiter Front die komplette NATO-Ostflanke angreifen würden, und jeder erkennt, dass es um einen Einverleibung Europas geht. Aber was ist, wenn es ein begrenzter Truppeneinfall ist? Würden alle NATO-Mitglieder, die USA voran, für eine Kleinstadt in Osteuropa „all in“ gehen? Masala zieht hier eine Analogie zur Rheinlandbesetzung durch die deutsche Wehrmacht 1936. Damals gab es den Befehl zu einem sofortigen Rückzug, sollte es französische Gegenwehr geben. Doch statt erwarteter Kugeln hagelte es Protestnoten aus Paris und London. Das Risikospiel der Nazis ging auf. Wir sollten aus dieser Geschichte lernen. Nicht nur, damit wir heute schlauer im Umgang mit Aggressoren sind. Wolfgang sprach eben Playbooks an –  der Kreml wendet viele der damaligen Drehbücher an, wenn sich die Möglichkeit bietet. Auch dieses wird dazugehören.

Wir müssen also mit einem Angriff rechnen, das heißt, Deutschland muss sich entsprechend in verschiedenen Bereichen vorbereiten, unter anderem bei der Nutzung von Shopping Centern. Herr Dr. Zink, welche Rolle sollten Shopping Center in Krisenlagen spielen?

Dr. Wolfgang Zink: Shopping Center sind weit mehr als nur Handelsplätze – in Krisenlagen können sie zu wichtigen Pfeilern der zivilen Resilienz werden. Gerade im Falle eines Angriffs auf NATO-Gebiet, bei dem mit Versorgungsengpässen, Panik oder Desinformation zu rechnen ist, bieten diese Zentren eine wertvolle Infrastruktur, die gezielt in Sicherheits- und Krisenpläne eingebunden werden sollte.

Zum einen verfügen Shopping Center über eine hohe Besucherfrequenz und gute Verkehrsanbindung – ideale Voraussetzungen, um sie als logistische Verteilerzentren für Hilfsgüter, Notfallausrüstungen oder medizinische Versorgung zu nutzen. Zum anderen bieten sie auch soziale Orientierung: Sie sind Orte, die den Menschen vertraut sind und damit als sichere Anlaufstellen dienen können. Ein konkretes Beispiel, das bis heute in Erinnerung bleibt, ist die Rolle von Shopping Centern während der COVID-19-Pandemie. Damals wurden Shopping Center, Parkhäuser und leer stehende Einzelhandelsflächen in ganz Deutschland in lokale Schnelltestzentren umgewandelt, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden. In diesem Fall boten die Shopping Center die nötige Infrastruktur, um diese wichtige Aufgabe für das medizinische Personal und die freiwilligen Helfer zu ermöglichen. Ein weiteres bemerkenswertes Beispiel für die Rolle von Shopping Centern in Krisenzeiten lässt sich in der Ukraine beobachten. Anfang 2022 wurde ein Shopping Center in Mariupol in einen sicheren Zufluchtsort für Kriegsgeflüchtete umgewandelt, die Schutz, medizinische Versorgung und Nahrung benötigten. Ebenso beeindruckend ist der Fall in Rzeszów in Polen, wo ein Shopping Center innerhalb von 48 Stunden in eine Unterkunft für ukrainische Kriegsgeflüchtete umgewandelt wurde. Dort gab es Notbetten, eine Suppenküche, einen Speisesaal, Duschen, eine Wäscherei sowie eine rund um die Uhr geöffnete medizinische Einrichtung.

Diese aktuellen Beispiele verdeutlichen, wie Shopping Center in Krisenzeiten genutzt werden können, um die Grundversorgung der Zivilbevölkerung sicherzustellen. In enger Kooperation mit lokalen Behörden könnten Shopping Center in solchen Szenarien auch zur Vermittlung sicherheitsrelevanter Informationen beitragen – über Lautsprechersysteme, Anzeigetafeln oder digitale Kommunikationskanäle. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Betreiber frühzeitig in die strategische Planung einbezogen werden – etwa durch Notfallübungen, klare Kommunikationsprotokolle und abgestimmte Abläufe mit Polizei, Katastrophenschutz und Bundeswehr. Als PwC unterstützen wir Handels- und Immobilienakteure dabei, ihre Rolle innerhalb dieser Drehscheibenfunktion strategisch zu definieren – sei es durch Risikoanalysen, Notfallplanung oder die Zusammenarbeit mit Behörden. Es geht darum, vorbereitet zu sein – nicht nur wirtschaftlich, sondern gesellschaftlich.

Susanne Müller