Modekonzern LUDWIG BECK entwickelt sich positiv

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Der Münchner Modekonzern LUDWIG BECK konnte in das Geschäftsjahr 2022 zwar ohne Lockdown starten, jedoch war zu Jahresbeginn durch das hohe Covid-19-Infektionsgeschehen die Konsumstimmung bei weitem noch nicht wie in einem Normaljahr.
Der Kriegsbeginn in der Ukraine und die damit einhergehenden Preissteigerungen vor allem im Energiebereich, Unsicherheiten am Aktienmarkt, steigende Leitzinsen und eine steigende Inflationsrate haben die Konsumstimmung bei den Verbrauchern und somit auch die Umsatzentwicklung bei LUDWIG BECK zunächst zusätzlich negativ beeinflusst. Trotz aller widrigen Rahmenbedingungen konnte LUDWIG BECK ab den Sommermonaten einen positiven Trend feststellen. Einen erfreulichen Beitrag leistete unter anderem die im März 2022 neu eröffnete Trachtenabteilung: Nach zweijähriger Corona-Pause fand das Oktoberfest in diesem Jahr erstmals wieder statt. Die Umsätze in der Trachtenabteilung lagen weit über dem Vor-Pandemie-Niveau von 2019.
Erfreuliches Weihnachtsgeschäft
Das letzte Quartal war dann wieder von deutlich zurückhaltender Konsumstimmung geprägt. Grundsätzlich verlief das Weihnachtsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr erfreulich, war aber noch nicht vergleichbar mit einem Vor-Pandemie-Jahr. Entsprechend der Rahmenbedingungen entwickelte sich auch der Umsatz. So erzielte LUDWIG BECK im Geschäftsjahr 2022 einen Bruttoumsatz inklusive Online in Höhe von 83,8 Millionen Euro (Vorjahr 66,0 Millionen Euro). Zu dieser Umsatzentwicklung trugen das Segment Textil mit 60,8 Millionen Euro (Vorjahr 44,4 Millionen Euro) und Nontextil inklusive Beauty-Online mit 23,0 Millionen Euro (Vorjahr 21,5 Millionen Euro) bei.
Nettorohertragsmarge gestiegen
Auf Basis der Umsatzentwicklung stieg der Nettorohertrag von 25,4 auf 35,0 Millionen Euro. Aufgrund geringerer Preisnachlässe und Abschriften stieg die Nettorohertragsmarge deutlich von 45,8 auf 49,8 Prozent. Im Vorjahr hatten Sonderfaktoren in Höhe von insgesamt 8,7 Millionen Euro die Ergebniskennziffern deutlich positiv beeinflusst. Aus diesem Grund ist trotz der steigenden Entwicklung des Nettorohertrags eine Verringerung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 13,0 auf 11,3 Millionen Euro zu verzeichnen.
Vorsichtig optimistisch
LUDWIG BECK blickt vorsichtig optimistisch in das kommende Geschäftsjahr und glaubt weiterhin an die Bedeutung des stationären Handels. So wird das Unternehmen auch im Jahr 2023 weiter in das Kaufhaus am Marienplatz investieren und durch Umbaumaßnahmen neue spannende Einkaufswelten schaffen. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen geht das Management von LUDWIG BECK für das Geschäftsjahr 2023 von einem Bruttowarenumsatz zwischen 88 und 92 Millionen Euro und einem operativen Ergebnis auf Konzernebene zwischen vier und fünf Millionen Euro aus.