Moderne Architekturkonzepte

Universitäts-Professor Christoph M. Achammer, CEO ATP architekten ingenieure
Universitäts-Professor Christoph M. Achammer, CEO ATP architekten ingenieure. © ATP/Rauschmeir

Interview
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Susanne Müller

Genial erdachte Architekturkonzepte können Innenstädte vitalisieren. Professor Christoph M. Achammer, Gründungsgesellschafter und CEO von ATP architekten ingenieure, weiß, wie das funktioniert.

Wie können Innenstädte im Spannungsfeld zwischen stationärem und Online-Shopping bestehen oder wieder aufblühen?

Handelsfunktionen waren, sind und werden immer integraler Bestandteil einer lebendigen Stadt sein. Allerdings müssen sich Handelsfunktionen wieder darauf besinnen, jene Kriterien auch zu erfüllen, die Stadtleben ausmachen. Das sind unter anderem konsumfreie öffentliche und sichere Räume, die dazu geeignet sind, sozialen Austausch und gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. In diesem Prozess wird dann auch Handel immer eine Rolle spielen.

Welche Modelle für Shopping Places – und mit welchem Merkmal – sind im urbanen Umfeld zukunftsfähig?

Alle Modelle, welche die Entwicklung von der Bedarfsdeckung bis zum Meeting-Place ermöglichen, werden erfolgreich sein. Die Kombination von emotionaler Qualität und Community Building ist das Rezept. Die Erwartung des Unerwarteten zu vermitteln – unter der Bedingung der kontinuierlichen Veränderung – ist die zentrale Aufgabe.

Aus Ihrer Architektensicht: Wie lassen sich Cities, Quartiere und Shopping Places für den Menschen lebenswert gestalten?

Entweder müssen wir ein Stück Stadt weiterbauen oder die bestehende Stadt wieder zu ihren ursprünglichen Qualitäten zurückführen. Es geht darum, Räume für die Menschen attraktiv zu gestalten und nicht als Abstellflächen von Fahrzeugen zu benutzen. Entscheidend ist, Multifunktionalität zu ermöglichen und die klassischen städtebaulichen Kriterien der Gliederung in Quartiere, Achsen, Plätze und Monumente indoor und outdoor umzusetzen. 

Susanne Müller