Mut zu Investitionen

Interview
Quintessenz
Susanne Müller
Nachgefragt
Hans-Peter Kneip
CEO Deutsche EuroShop AG
Investitionen sind essenziell
Die Deutsche EuroShop hat ihre Gesamtjahresprognose leicht angehoben. Was sind die wichtigsten Treiber dieser Entwicklung?
Die ersten neun Monate des Jahres 2024 haben gezeigt, dass wir auf einem stabilen Kurs sind. Unsere Investitionen in die Attraktivität und Modernisierung unserer Shopping Center zahlen sich aus. Wir verzeichnen stabile Besucherzahlen und einen Anstieg der Mieterumsätze um 1,9 Prozent. Zwar führten laufende Bauprojekte zu temporären Umsatzrückgängen, aber mit der Eröffnung neuer großflächiger Geschäfte erwarten wir im vierten Quartal positive Impulse. Insgesamt spiegeln die angehobenen Prognosen unser Vertrauen in die Resilienz unseres Geschäftsmodells wider.
Ihre Bau- und Modernisierungsprojekte sind in diesem Jahr besonders intensiv. Können Sie uns mehr über die Fortschritte und die Bedeutung dieser Maßnahmen erzählen?
Unsere Projekte in Standorten wie dem A10 Center, dem Rhein-Neckar-Zentrum, der City-Galerie Wolfsburg und der Stadt-Galerie Hameln wurden erfolgreich abgeschlossen – pünktlich und im Rahmen des Budgets. Die kürzlich eröffneten Geschäfte beleben die Standorte spürbar. Besonders freue ich mich auf den neuen Food Garden im Main-Taunus-Zentrum, der ab Frühjahr 2025 unsere Gäste begeistern wird. Solche Investitionen sind essenziell, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie sichern nicht nur die Attraktivität der Standorte, sondern stärken auch die Beziehungen zu unseren Mietpartnern und Besuchern.
Trotz positiver Entwicklungen gibt es rückläufige Kennzahlen wie EPRA Earnings und FFO. Wie bewerten Sie diese Ergebnisse?
Die Rückgänge bei den bereinigten Kennzahlen resultieren aus Einmaleffekten im Vorjahr, etwa durch Abrechnungen und die Auflösung von Wertberichtigungen. Solche Sondereffekte beeinflussen den Vergleich, spiegeln jedoch nicht unsere operative Performance wider. Viel wichtiger ist, dass unsere Kernergebnisse wie NOI, EBIT und Konzernergebnis deutliche Zuwächse verzeichnen. Dies zeigt, dass wir nachhaltig wirtschaften und trotz temporärer Belastungen durch Baumaßnahmen auf Kurs bleiben. Mit der angehobenen Prognose für FFO und EBIT unterstreichen wir unsere Zuversicht in ein erfolgreiches Gesamtjahr.
Susanne Müller