POCO ist in Pforzheim mit neuem Konzept am Start

Ein neues Konzept präsentiert POCO am Standort Pforzheim. Große Leuchtkästen weisen auf die verschiedenen Warengruppen hin. © POCO

Handel und Immobilien

Die POCO Einrichtungsmärkte GmbH präsentiert sich an seinem Standort Pforzheim innen wie außen im völlig neuen Look. Vier Millionen Euro hat POCO investiert, um aus dem Markt Pforzheim einen Prototyp für ein rundum neues Konzept zu machen. Ziel ist, durch ein hochwertigeres Auftreten neue Zielgruppen zu gewinnen.

Neue Farben, neue Beleuchtung, neuer Boden – der 15 Jahre alte POCO-Standort Pforzheim ist nicht mehr wiederzuerkennen. Er ist der Prototyp eines neuen Konzeptes, das dem Einrichtungsdiscounter ein hochwertigeres Erscheinungsbild verleihen soll und in Teilen bereits im jüngst eröffneten Markt in Hanau zum Einsatz kam. „Pforzheim ist jedoch der erste Standort, an dem wir das Konzept vollumfänglich umgesetzt haben", sagt POCOs Vertriebsgeschäftsführer Süd Volker Matze. „Unser Ziel ist, durch einen ansprechenderen Auftritt auch Menschen über den Discount hinaus für uns zu gewinnen." Denn gerade in der aktuellen Zeit, in der unter anderem die Energiepreise stark steigen, müssten auch einkommensstärkere Zielgruppen sparen und würden daher Discounter wie POCO ins Auge fassen – eine Chance, die sich POCO nicht entgehen lassen wollte.

Neue Farben und Verzicht auf den Smiley

Das neue Konzept umfasst In- und Outdoor-Farben, Boden, Beleuchtung und Sortimentspräsentation. In Pforzheim gibt es keine Spur mehr von dem für POCO bekannten knalligen Rot – stattdessen wird Rubinrot mit Anthrazit kombiniert. Die neuen Farben zieren nicht nur die Außenfassade des Marktes, sondern werden auch im Inneren wieder aufgegriffen. Das für POCO typische Gelb wird als Eyecatcher weiterhin unter anderem auf Werbeplakaten eingesetzt. „Damit wir ein bisschen POCO-DNA behalten", so Matzke. Denn das sei wichtig: Bei der Gewinnung einer neuen Zielgruppe dürfte die ursprüngliche – nämlich der Discount-Kunde, der POCO schon seit Jahren die Treue hält – nicht auf der Strecke bleiben. Auch ihn müsse man weiterhin abholen. Die neuen Farben finden sich auch im Logo wieder – dafür musste der Smiley weichen. „Der kam uns nicht mehr zeitgemäß vor." Der Laufweg im Inneren des Marktes ist in Hellgrau gehalten und harmoniert farblich perfekt mit der ebenfalls neuen Rasterdecke. Er hebt sich von den Ausstellungsflächen ab, für die ein dunklerer Boden gewählt wurde. Die Ware wird von LED-Deckenleuchten angestrahlt: „Mit dieser punktuellen Beleuchtung wollen wir die Blicke der Kunden auf unser Sortiment lenken", erklärt Matzke.

Perfekter Kandidat für Pilotprojekt

Der Markt in Pforzheim war aus gleich mehreren Gründen der perfekte Kandidat, um das neue Konzept vollständig umzusetzen und zu testen. „Pforzheim ist ein umsatzstarker Standort, an dem auch einkommensstärkere Kunden vertreten sind", sagt der Vertriebsgeschäftsführer. Nach 15 Jahren sei der Markt so oder so umbaubedürftig gewesen. Mit einer Fläche von 7000 Quadratmetern biete er zudem ausreichend Platz, um auch in Sachen Sortimentspräsentation Neues auszuprobieren. 34 Showkojen, über 100 Leuchtkästen, große TV- und Sessel-Ausstellungsflächen und Selbstbedienungskassen zählen zu den Besonderheiten. Ein weiteres Highlight: In einem Virtual-Reality(VR)-Küchen-Kino können die Kunden in Zukunft ihre gerade geplante Küche via VR-Brille in 3D betrachten.

Option für weitere Märkte

„Pforzheim ist für uns ein Gradmesser", sagt Thomas Kurz, Vertriebsgeschäftsführer Nord. „Jetzt heißt es erst mal: Erfahrungen sammeln und analysieren." Wenn durch das neue Konzept weitere Zielgruppen erreicht werden und sich deutlich mehr Umsatz als im Unternehmensdurchschnitt verzeichnet, sei es auch für andere POCO-Märkte eine attraktive Option. „Mit unserem Pilotprojekt in Pforzheim können wir herausfinden, welches Filialkonzept am besten funktioniert", sind sich beide Vertriebsgeschäftsführer einig. Während der umfassenden Umbaumaßnahmen war der Markt Pforzheim die ganze Zeit über weiterhin geöffnet. Nur die Bereiche, in denen die Arbeiten stattfanden, wurden abgesperrt.