Shopping Center als Anlauf in Notlagen

Ingmar Behrens
Ingmar Behrens stellte am Beispiel der Amokfahrt von Magdeburg die Rolle des Allee-Centers vor. © GCSP

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Redaktion

Spätestens seit der Corona-Pandemie haben Shopping Center als Impf- und Corona-Teststationen die hohe Versorgungsrelevanz für die Bevölkerung neben der klassischen Versorgungsaufgabe bewiesen. Als zentral gelegene und bekannte Standorte profitieren sie von einem hohen Bekanntheitsgrad in ihrer Stadt, dem Quartier.

Hieraus ergeben sich ungenutzte Potenziale für den Zivil- und Bevölkerungsschutz im Katastrophen- und Krisenfall, deren Einbindung und Nutzung in die vorhandene Sicherheitsinfrastruktur einer Stadt, vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklung, mehr als sinnvoll erscheint.

Der diesjährige EHI Inventur- und Sicherheitskongress war für den GCSP German Council of Shopping Places einer der ersten Auftritte, um öffentlich über die Konzeptionsarbeit „Shopping Center als Versorgungshubs in Krisenzeiten als Teil des städtischen Krisenreaktionsplans“ zu sprechen. Ein sehr interessiertes und fachliches Auditorium hat unsere Denkrichtung bestätigt und mit weiteren Ideen und Ansätzen bereichert.
Die aktuellen NATO-Beschlüsse bestätigen die geopolitische Gemengelage mit ihren kritischen Potenzialen. Aber auch die Herausforderungen durch den Klimawandel oder „normale“ Katastrophen fordern neues und erweitertes Denken. Unsere bundesweite Arbeit in der Corona -Krise, mit Impfzentren und Teststationen in Shopping Centern, hat gezeigt: Wir können auch in Krisen einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und den Staat leisten. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und denken weiter.

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