Shopping-Mall mit Swing eröffnet

Die Westerwald Arkaden haben ihre Türen fürs Publikum geöffnet. © Schoofs

Handel und Immobilien

Im rheinland-pfälzischen Höhr-Grenzhausen hat mit den Westerwald Arkaden ein architektonisch charakteristisches Open-Sky-Einkaufszentrum eröffnet. Es ist das erste Shopping-Center, das 2023 in Deutschland neu an den Start geht.

16 der bislang 19 ansässigen Händler und Dienstleisterhaben bereits  regulär offen. Rund 3000 Besucher und 250 geladene Gäste kamen zur Eröffnungsfeier des Centers, das am nördlichen Stadteingang von Höhr-Grenzhausen an der A 48 auf dem Areal des ortsansässigen Glasherstellungsfirma Rastal errichtet wurde. „Auch in Zukunft werden Ideen und Aktionen dafür sorgen, dass die Westerwald Arkaden der Publikumsmagnet in der Region bleiben“, sagte Mohamed Younis, Geschäftsführer von Schoofs Immobilien aus Frankfurt, die das Projekt entwickelt und umgesetzt hat. Eigentümer des Centers ist der auf den Lebensmitteleinzelhandel fokussierte Investmentfonds Greenman Open, Verwalter die ebenfalls von der Greenman Group betriebene Immobilien- und Finanzmanagementplattform Gform.

Handel trifft Dienstleistung

In den Westerwald Arkaden können künftig bis zu 24 Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Dienstleister ihre Angebote auf einer Mietfläche von etwa 13.500 Quadratmetern betreiben. Dabei soll ein breiter Mix aus regionalen und überregionalen Unternehmen aus den Bereichen Lebensmittel, Bekleidung, Drogerie, Non-Food-Artikel sowie Gesundheit, Beauty und Gastronomie sowohl Pendler und Reisende als auch Einheimische ansprechen. Ankermieter sind Lidl, Aldi, dm-Drogeriemarkt, Woolworth und Deichmann. Zudem ziehen NKD, Ernsting`s Family, Tedi, die Westerwaldbank und weitere örtliche Dienstleister ein. Im Zwischengeschoss befindet sich eine Bürofläche, und im Obergeschoss vergrößert sich ein lokales Gesundheitszentrum. Als einer der kulinarischen Anziehungspunkte ist das Gastrokonzept Pettinari’s mit Fusionsküche in mediterraner Atmosphäre gedacht, von dem aus die Gäste auf den See und seine zehn Meter hohe Fontäne blicken können.

Architektur mit Schwung

Der Entwurf für das neue Einkaufszentrum stammt vom Architekturbüro Rathke in Wuppertal. Mit einer ringförmigen Anordnung der Geschäfte um einen großzügigen Innenhof mit kleinem See wollten die Planer eine offene, einladende und zugleich durch die umlaufende Überdachung wetterunabhängige Einkaufsatmosphäre schaffen. Die Gebäude des Centers umschließen den zentralen Platz, sodass ein Marktplatz mit Innenhofcharakter und radialer Parkplatzfläche entstanden ist. Die umlaufende Kolonnade, die Grünstreifen sowie die zentrale Gastronomie am Wasser sollen den Platz in Szene setzen. Ein besonderes Merkmal des Centers ist das Obergeschoss, auch Swing genannt. Unter dem schwebenden Geschoss sind Gewerbeflächen, ein Bäcker mit Café und ein Metzger angeordnet. Eine Freifläche dazwischen, die so genannte Piazza, schafft eine Sichtachse in das Center hinein über das Restaurant am Wasser bis zum Aldi auf der gegenüberliegenden Seite. Des Weiteren bietet sie Platz für Veranstaltungen und Treffen.

Viel Licht und optische Vernetzung

Alle Geschäfte öffnen sich mit transparenten Glasfassaden zur Mitte, einige auch zum Kreisverkehr oder Stadtzentrum. Diese sollen für viel Tageslicht und eine optische Vernetzung sorgen. Die Innenbeleuchtung tritt in den Dämmerungsstunden durch die transparenten Eingangsfassaden und bildet so ein Lichtpolster unter der großen Dachfläche. Die leuchtenden Kanten der Dachstruktur rund um den Parkplatz sowie die Illuminierung der innen umlaufenden Arkaden sollen diese Inszenierung unterstützen. Das Konzept wurde mit Augenmerk auf insektenfreundliche und blendfreie Beleuchtung gegenüber der Nachbarschaft und der Autobahn geplant.